Diese Ortschaft liegt 33 km westlich der Hauptstadt. Der Großraum Madrid breitet sich immer mehr in diese Richtung aus. Der östliche Teil des Gemeindegebiets liegt innerhalb des Regionalparks Mittellauf des Flusses Guadarrama und seiner Umgebung, einem der Naturschutzgebiete der Region Madrid. Hier leben über achttausend Menschen.
Das Wort "Brunete" bedeutet laut dem Wörterbuch der Real Academia Española "grobes Tuch von schwarzer Farbe". Die Herkunft des Ortsnamens steht somit möglicherweise mit der Fertigung dieser Art von Tuchen in Zusammenhang.
In der jüngeren spanischen Geschichte wurde dem Ort übel mitgespielt. Im Juli 1937 fand hier eine äußerst brutale Schlacht des spanischen Bürgerkrieges statt und der historische Ortskern wurde von der am Kampf beteiligten Artillerie und Luftwaffe vollkommen zerstört. Aus Schutt und Asche entstand ein neuer Ort im Herrera-Stil als eine perfekte Repräsentation des moralischen Sieges aller Spanier über die gemeinsame Bürgerkriegsvergangenheit. Die wunderschöne Plaza Mayor im klassizistischen und Herrera-Stil ist ein Wahrzeichen des neuen Ortes, der im Laufe der zweiten Hälfte des 20. Jh. entstand und von einer Regierungsbehörde errichtet wurde, die von den Siegern jenes Krieges gegründet worden war: die Generaldirektion für zerstörte Regionen. Zwei Gebäude fallen besonders ins Auge, die Pfarrkirche Nuestra Señora de la Asunción mit dem anliegenden Innenhof und der großen Freitreppe, die zur Plaza Mayor führt sowie das Rathausgebäude. Mehrere Verteidigungsbastionen, die während jener schrecklichen Jahre des spanischen Bürgerkriegs errichtet wurden, erinnern an den einstigen Frontverlauf.
Die wichtigsten Feste in Brunete sind natürlich die, die zu Ehren des Schutzpatrons, des Santísimo Cristo del Patrocinio jedes Jahr im September stattfinden und deren Besuch für die Freunde des Stierkampfs ein Muß ist.