Dieser Ort liegt zu Füßen der Sierra de Guadarrama, im Nordwesten der Region und ca. 60 km von der Stadt Madrid entfernt. Sein historischer Ortskern befindet sich in mehr als 1100 m Höhe.
Hier leben über 6.500 Einwohner.
Zur traditionellen Viehwirtschaft kam im Laufe der letzten Jahrzehnte der Tourismus als Erwerbsquelle hinzu. Ein guter Teil des Gemeindegebiets liegt im Regionalpark Cuenca Alta del Manzanares, einem der wichtigsten Naturschutzgebiete der Region Madrid. Im Norden von Cercedilla befindet sich der Gebirgspass Navacerrada, der eines der bedeutendsten Skigebiete der Region Madrid und des gesamten Zentralsystems beherbergt. Die Skistation von Navacerrada liegt zwischen 1.700 und 2.177 m. Hier kann man auf 10 km langen Pisten Abfahrtski laufen.
Ein Ort, den jeder Naturliebhaber, der nach Cercedilla kommt, besuchen sollte, ist das Zentrum für Umwelterziehung im Valle de la Fuenfría, wo der Besucher interessante Informationen über diese Landschaften erhält und sich am anliegenden Garten erfreuen kann.
Dies ist der perfekte Auftakt für einen Besuch des Valle de la Fuenfría inmitten des Regionalparks der Cuenca Alta del Manzanares im Nordwesten der Sierra de Guadarrama, einem Paradies aus Pinienwäldern. Das Zentrum bietet Wanderungen mit und ohne Führung auf gekennzeichneten Wegen sowie thematische Spaziergänge und spezielle Kurse an. Eine beliebte Aktivität des Zentrums ist der so genannte "Tren de la Naturaleza", eine Bahnfahrt, die von Cercedilla zum Puerto de Cotos führt und dem Besucher noch lange in Erinnerung bleibt.
Bereits die Römer hinterließen hier im 1. Jh. n. Chr. ihre Spuren. Von dieser Zeit künden mehrere Brücken, die Puente Molino, Puente del Reajo, Puente de la Venta, Puente del Descalzo und Puente de Enmedio und Reste einer Römerstraße, die von Las Dehesas, wo man im Freizeit- und Erholungspark ein Bad nehmen kann, bis zum Puerto de Navafría führt. Die Gesamtanlage wurde 1983 unter Denkmalschutz gestellt. Das wichtigste Gebäude des Ortes ist die Pfarrkirche San Sebastián, deren Bau im 13. Jh. begann. Das Kirchenschiff und der Glockenturm stammen jedoch aus dem 15. Jh., der Portikus aus dem 16. und 17. Jhs. und andere Teile wurden erst im 18. bzw. 20. Jahrhundert hinzugefügt, so die Turmspitze, die aus dem Jahr 1954 datiert. Die Kirche liegt auf der höchsten Stelle des historischen Ortskerns.
Im September findet in Cercedilla eine Wallfahrt zur Ermita de Santa María statt, die aus dem 17. Jh. stammt und Mitte des 20. Jh. restauriert und erweitert wurde.