Ciempozuelos


Lage

Im Tal des Flusses Jarama, 32 km von der Stadt Madrid und bereits in der Nähe der Provinz Toledo liegt Ciempozuelos. Hier wurden Überreste gefunden, die bezeugen, wie lange diese Gebiete schon von Menschen besiedelt werden. Im Süden des Ortes, neben Kreidefelsen an den Ufern des Jarama gibt es nämlich eine Fundstätte, die als “Salinas Espartinas“ bekannt ist und unter Denkmalschutz steht. Eigentlich handelt es sich um eine Anlage, die aus mehr als zwölf Fundstätten besteht, anhand derer man die Beziehung des Ortes zur Ausbeutung von Salzbergwerken seit der Neusteinzeit verfolgen kann.

Nützliche Daten

Einen Hinweis auf die Bedeutung von Ciempozuelos für die Archäologie gibt die Tatsache, dass eine der am meisten untersuchten Arten von glockenförmigen Gefäßen der so genannte Ciempozuelos-Typ ist. Eine hier gefundene Suppenschüssel wird als ein wahrer Schatz im Nationalen Archäologischen Museum in Madrid aufbewahrt.

Ciempozuelos hat etwas mehr als 15.000 Einwohner. Hier wurde 1717 Ventura Rodríguez, der wohl bedeutendste spanische Architekt des 18. Jh. geboren. Ein Denkmal erinnert an den berühmten Sohn der Stadt. Sehenswert sind die Plaza Mayor mit ihren Arkaden und das Klarissinnen-Kloster sowie die Kapelle Nuestra Señora del Consuelo. Der Name dieses 568 m über dem Meeresspiegel liegenden Ortes (Hundert Brunnen) wird mit der großen Zahl – etwa hundert - kleiner Brunnen in Verbindung gebracht, die es hier bereits in vorrömischer Zeit gegeben hat. Auch wenn die besagten Brunnen normalerweise mit der guten Trinkwasserversorgung des Ortes in Verbindung gebracht werden, scheint es doch so, dass sie vor allem für den Abbau von Salz von Bedeutung waren.

Sehenswürdigkeiten

Ciempozuelos ist eines der Gemeindegebiete, die zum Naturschutzgebiet Regionalpark um die Unterläufe der Flüsse Manzanares und Jarama (bekannter als Parque Regional del Sureste) gehören. Mit dem Bau der Magdalena-Kirche wurde im 14. Jh. begonnen, sie wurde jedoch erst vierhundert Jahre später fertig gestellt. Hier werden zwei Gemälde, die Claudio Coello, einem spanischen Maler des 17. Jh. zugeschrieben werden, aufbewahrt. Aus dem 19. Jh. stammt ein Gebäude im Neomudéjar-Stil, in dem einst ein berühmtes psychiatrisches Krankenhaus untergebracht war.

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