Coslada liegt etwa 10 km östlich der Hauptstadt der Region Madrid, im Tal des Jarama. Diese aufstrebende Industriestadt im so genannten Korridor des Henares zählt mehr als 85.000 Einwohner.
Coslada und die Nachbarstadt San Fernando de Henares gehen praktisch ineinander über und liegen in sehr geringer Entfernung zum Flughafen Barajas. Die Stadt ist in den Großraum Madrid integriert. Ein sehr kleiner Teil des Stadtgebiets gehört ebenfalls zum Regionalpark um die Unterläufe des Manzanares und des Jarama, einem als Parque Regional del Sureste bekannten Naturschutzgebiet der Region.
Der römische Ursprung der Stadt gilt als wahrscheinlich und man nimmt an, dass der Ortsname aus den lateinischen Wörtern "cos" (Feuerstein) und "late" (reichlich) gebildet wurde und daraus als Ableitung Coslada entstand.
Hier gibt es zahlreiche Steinbrüche, in denen Gips und Meerschaum von hoher Qualität abgebaut werden. Das Industriegebiet im nördlichen Teil der Stadt hat sich hauptsächlich auf Logistik und Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Transportwesen spezialisiert. Das archäologische Ausgrabungsgebiet El Calvario stellte im Jahr 1991 einen Antrag auf Anerkennung als Kulturdenkmal.
Mit der Entwicklung der Industrie in der zweiten Hälfte des 20. Jh. wuchs auch die Bevölkerungszahl, die von weniger als 4.000 Einwohnern im Jahr 1960 auf mehr als 33.000 im Jahr 1975 und auf die heutige Zahl von über 85.000 anwuchs.
Zu den traditionellen Madrider Festen zu Ehren des hl. Isidor, die jedes Jahr im Monat Mai vier Tage lang gefeiert werden, kommen hier noch die großen Feste zu Ehren der Stadtheiligen Nuestra Señora del Amor Hermoso hinzu, die am zweiten Wochenende im Juni veranstaltet werden. Das Kulturzentrum "Centro Cultural Margarita Nelken" beherbergt seit 1994 Cosl'Art, die als Plattform für besonders avantgardistische Kunstschaffende dienen soll.