Getafe


Lage

In Getafe liegt das wichtigste Industrie- und Handelsgebiet im Süden der autonomen Region Madrid. Von hier sind es nur 14 km bis zur Madrider Puerta del Sol.

Nützliche Daten

Hier befindet sich seit vielen Jahren ein Luftwaffenstützpunkt. Vor nicht allzu langer Zeit wurde Getafe auch Bischofssitz. Es verfügt über einen eigenen Campus, den der Universität Carlos III. Getafe ist mit weit über 158.000 Einwohnern eine der bevölkerungsreichsten Städte der gesamten Region Madrid.

In Getafe liegt der Cerro de los Ángeles, der als geografischer Mittelpunkt Spaniens gilt.

Acht Stationen der MetroSur und fünf Bahnhöfe des Nahverkehrs garantieren die perfekte Verkehrsanbindung der Stadt.

Getafe ist so stark gewachsen, dass es praktisch in die Nachbarstadt Leganés übergeht. Die hiesige archäologische Fundstätte wurde von der Comunidad Madrid unter Denkmalschutz gestellt.

Die Stadt ist Teil des Regionalparks rund um die unteren Flussläufe des Manzanares und Jarama, ein Naturschutzgebiet, das auch unter dem Namen Parque Regional del Sureste bekannt ist. Zahlreiche empfehlenswerte Wanderwege führen durch die Getafe umgebende Landschaft.

Getafe besitzt mehrere Freizeit- und Einkaufszentren, die Menschen aus anderen Teilen der Region und auch Touristen anziehen. Das kulturelle Angebot genügt ebenfalls hohen Ansprüchen und wird vielfach öffentlich gefördert.

Einer der großen Fußballvereine der Region hat seinen Sitz in Getafe.

Herkunft des Ortsnamens

Auch wenn hier schon in der Neusteinzeit Menschen siedelten und zahlreiche Funde aus der Metallzeit sowie der Epoche der Römer und Westgoten gemacht wurden, erhielt der Ort seinen Namen erst unter der Maurenherrschaft, denn er kommt vom arabischen Wort "Jata" (langer Weg). Der Name bezieht sich auf die Tatsache, dass der Ort entlang des Weges von Toledo nach Madrid gegründet wurde.

Sehenswürdigkeiten

Das wichtigste Gebäude ist die Kirche Santa María Magdalena, die seit 1991 Kathedrale ist. Es ist ein Renaissance-Bau des großen Architekten Alonso de Covarrubias und wurde zwischen 1549 und 1645 über einer aus der Mitte des 14. Jh. stammenden Mudéjar-Kirche errichtet. In ihrem Innenraum befinden sich Gemälde von Alonso Cano, Velázquez und Claudio Coello. Der Hauptaltaraufsatz aus dem 17. Jh. ist ein Werk des Architekten und Bildhauers Alonso Carbonell. Juan Gómez de Mora erstellte im 17. Jh. Pläne für einen Umbau, sodass das Gebäude erst 1770 sein endgültiges Aussehen erhielt. Die Kirche steht seit 1958 unter Denkmalschutz.

Ein ganz besonderer Ort ist der bereits genannte Cerro de Los Ángeles, wo die Kapelle der lokalen Schutzheiligen Nuestra Señora de los Ángeles steht. Hier können auch die beiden Denkmäler zu Ehren des Heiligen Herzens Jesu besehen werden. Das eine wurde während des Spanischen Bürgerkriegs zerstört, das andere wurde 1965 eingeweiht. Es ist 37,50 m hoch und hat eine große Krypta. Sehenswert ist auch das Kloster des Karmeliterordens.

Das dritte bedeutende Gebäude der Stadt ist das Hospital de San José, das auch als Hospitalillo bekannt ist. Es wurde im 16. Jh. als Krankenhaus für Tagelöhner errichtet und im 19. Jh. aufgrund der Säkularisierung verlassen, nachdem es die medizinische Funktion erfüllt hatte, für die es gebaut worden war. Restauriert wird es heute von städtischen Einrichtungen genutzt. Es gibt noch viele interessante Gebäude, aber wir wollen uns hier auf eine Aufzählung der wichtigsten beschränken: Kollegium und Kirche Escuelas Pías; Kirche Santos Justo y Pastor im Ortsteil Perales del Río, von der nach Beschädigung während des Bürgerkriegs nur noch die Wände erhalten sind, in jüngster Zeit wurden jedoch der Glockenturm und andere Elemente restauriert; und das alte Gefängnis, das heute die Bibliothek Ricardo de la Vega beherbergt.

Volksfeste

Das Patronatsfest zu Ehren der Virgen de los Ángeles wird jedes Jahr am ersten Sonntag nach Pfingsten gefeiert. Hauptveranstaltungsort ist der berühmte Cerro de los Ángeles.

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