Dieser schöne Ort befindet sich 35 km nordwestlich der Hauptstadt Madrid, im Regionalpark Cuenca Alta del Manzanares, der 1993 zum Biosphärenreservat erklärt wurde.
Zwischen Moralzarzal, Becerril de la Sierra, Colmenar Viejo und Torrelodones gelegen, ist Hoyo de Manzanares die direkteste Verbindung der Stadt Madrid mit der Sierra de Guadarrama.
Der hohe Umweltwert der Umgebung ist den hier lebenden Tieren und Pflanzen geschuldet, die in der übrigen Region bereits sehr selten geworden sind. Der Regionalpark, der auf einer Höhe zwischen 600 m in El Goloso und 2.380 m in Cabezas de Hierro liegt, wird durch seine vielfältigen Ökosysteme charakterisiert: die Feuchtgebiete um den Stausee Santillana, die Granitfelsen von Pedriza, sandige Steineichenwälder mit Viehweiden und ökologisch wertvolle Korkeichenwälder, die die höchstgelegenen der Iberischen Halbinsel sind. Bei einem Spaziergang durch den auf 1000 m Höhe gelegenen Ortskern überraschen uns malerische Brunnen, Plätze und Denkmäler.
Besonders hervorzuheben ist der erhöht angelegte und ganz aus Granit erbaute Rathausplatz. Man erreicht ihn über eine Freitreppe, die zu den Arkaden des unteren Bereichs führt. Der obere Bereich hat zwei Seitenbalkonen an einer gekalkten Fassade und einen Balkon in der Mitte, der zum Rathaus selbst gehört. Diese schöne architektonische Einheit wird vom dreistöckigen Rathausturm aus Granit und Kalk vervollständigt. Neben dem Rathaus liegt ein weiterer repräsentativer Platz, die Plaza de la Caldereta. Sie hat eine unregelmäßige Form. Hier wird der "Caldero", der Topf dargestellt, von dem der Platz seinen Namen hat und der sich auf ein für das Fest des Ortes typisches Gericht ist. Auf der ebenfalls in der typischen Architektur des Ortes angelegten Plaza de Cervantes wurde den Steinmetzen ein Denkmal gesetzt, denn diese Zunft spielte hier in vergangenen Jahrhunderten eine wichtige Rolle. Ein großer Teil der Einwohner war in den Granit- und Porphyrsteinbrüchen beschäftigt. Tatsächlich sind auch heute noch die Spuren zu sehen, die die Karren auf dem alten Weg in Richtung El Pardo auf den Felsen hinterlassen haben.
Ein Brunnen, den Sie unbedingt besichtigen sollten, ist die aus dem ausgehenden 18. Jh. datierende Fuente del Caño, eine für die Madrider Sierra typische Konstruktion, die vor der modernen Kanalisierung der Versorgung der Bevölkerung mit Wasser diente. Es handelt sich um einen rechteckigen Granitmonolithen mit spitzem Dach und zwei Rohren, aus denen das Wasser in ein ovales Becken fließt. Eine weitere Sehenswürdigkeit von Hoyo de Manzanares ist die Pfarrkirche Nuestra Señora del Rosario, die im 17. Jh. ebenfalls aus Granit erbaut wurde. Sie ist mehrfach umgebaut worden, der Südfassade wurde ein Säulenvorbau hinzugefügt. Heute beherbergt sie das Kultur- und Sozialzentrum des Ortes. In einem der Seitenschiffe ist die Kapelle Virgen de la Encina, der hiesigen Schutzheiligen zu sehen. Etwas außerhalb steht die Kapelle Nuestra Señora de la Virgen del Hoyo, die im 20. Jh. auf einem Fels errichtet wurde und wahrscheinlich ein älteres Bauwerk ersetzte.