Am Unterlauf des Tajuña, 35 km südöstlich der Stadt Madrid liegt die Stadt der Wasserbecken, Mühlen und Brunnen, die von der engen Verbindung, die der Ort seit alters her zum Wasser hat, zeugen.
Weil es hier so viele Getreidemühlen gibt, wurde im Ort das so genannte "Museo de la Molinería de Tajuña" (Mühlenmuseum des Tajuña) geschaffen. Es befindet sich – wie sollte es auch anders sein - in einer Mühle, die hierfür hergerichtet wurde, der Eintritt ist frei. Der Fluss Tajuña, dessen Name Teil des Ortsnamens ist, trennt die Gemeinde im Süden des historischen Ortskerns in eine östliche und eine westliche Hälfte.
In den Ebenen über dem Tal ist eine ganz andere Landschaft anzutreffen. Hier findet man sogar noch Pinienwälder. Der Ortsteil Morata liegt im Regionalpark um die Unterläufe des Manzanares und Jarama, besser bekannt unter dem Namen Parque del Sureste, einem bedeutenden Naturschutzgebiet.
Zwei, aus dem 19. Jh. stammende Zivilbauten verdienen besondere Erwähnung: das Rathaus und das Wohnhaus der Familie Mac-Crohon. An Sakralbauten sind die vollständig restaurierte, ursprünglich im 16. Jh. im Renaissancestil errichtete Pfarrkirche Inmaculada Concepción und die Kapelle Ermita de la Virgen Antigua, die im darauf folgenden Jahrhundert erbaut wurde, zu nennen. Weitere Kapellen sind die Ermita del Cristo de la Sala und die Ermita de la Soledad sowie die Ermita de Fátima.
Noch eine Empfehlung für Freunde des Radtourismus: Durch die Gemeinde führt ein Radweg, der auch von Spaziergängern und Wanderern genutzt werden kann. Er wurde 1999 eröffnet und führt über die Strecke, auf der einst die Gleise der Eisenbahnlinie Madrid- Alocén in der Provinz Guadalajara verliefen.
In der Karwoche führen 400 der 6.000 Einwohner des Ortes am Gründonnerstag ein Passionsspiel auf, das zu den bedeutendsten Veranstaltungen der Region gehört und als regionale Touristenattraktion anerkannt wurde.