Móstoles


Lage

Móstoles ist nach der Hauptstadt die zweitgrößte Stadt der Region Madrid (etwa 200.000 Einwohner). Sie liegt im Süden von Madrid, am Kilometer 18 der Autovía de Extremadura (A-5). Móstoles verfügt über eine ausgezeichnete Verkehrsanbindung mit einem sehr dichten Bus-, Nahverkehrs- und U-Bahnnetz (die Linie 12 der MetroSur führt durch die Stadt). Nicht umsonst gehört Móstoles zum Großraum Madrid.

Nützliche Daten

Obwohl die Ursprünge und die Bedeutung des Ortsnamens im Dunkeln liegen, ist bekannt, dass Móstoles seit 1565 aufgrund eines von Felipe II. gewährten Privilegs nicht mehr eine Gemeinde der Stadt Toledo, sondern ein Marktflecken mit eigenem Stadtrecht war. Aufgrund seiner geografischen Lage und wirtschaftlichen Bedeutung innerhalb der Region Madrid gilt Móstoles heute als Hauptstadt des so genannten “Großen Südens“ von Madrid, des Gebiets zwischen Navalcarnero, Alcorcón, Fuentidueña de Tajo und Aranjuez, in dem insgesamt mehr als eine Million Menschen leben.

Sehenswürdigkeiten

Im historischen Stadtkern, in dem neben einigen der umliegenden Siedlungen der größte Teil der Bevölkerung lebt, gibt es mehrere sehenswerte Bauwerke. Auf der Plaza de Ernesto Peces steht das älteste Gebäude der Stadt, die Kirche Nuestra Señora de la Asunción. Sie wurde über einer im 9. Jh. im byzantinischen Stil erbauten Moschee errichtet, wenngleich die ältesten heute noch erhaltenen Reste die Apsis im Mudéjar-Stil mit deutlich toledanischem Einfluss und spätromanischen Elementen aus dem 13. Jh. sind. Der Turm ist ebenfalls im Mudejarstil erbaut, ein Portal stammt aus dem 15. Jh. Ebenfalls im Stadtkern wurde zu Beginn des 17. Jh. zu Ehren der Schutzpatronin von Móstoles die Kapelle Nuestra Señora de los Santos an der Stelle errichtet, an der der selige Simón de Rojas das Licht der Welt erblickte. Hervorzuheben sind der barocke Altaraufsatz aus dem 18. Jh., die Skulpturen aus dem 19. Jh. und einige sehr wertvolle Gemälde, die die heilige Anna und den heiligen Joachim darstellen.

Sie sollten weiterhin die zentrale und weitläufige Plaza del Pradillo besichtigen. Hier steht ein Denkmal zu Ehren des Bürgermeisters Andrés Torrejón García, das 1908 von Alfonso XIII. eingeweiht wurde. Torrejón García führte 1808 in Móstoles, - dem ersten spanischen Ort, wo man dies wagte -, den Aufstand gegen die Franzosen an. Sein Wohnhaus wurde von der Stadtverwaltung als Museum für Stadtgeschichte eingerichtet. Die Straße, in der es steht, trägt ebenfalls seinen Namen. Auf der Plaza del Pradillo befindet sich auch die Fuente de los Peces, der Fischbrunnen, aus dem Jahre 1852, an dem zwei wasserspeiende Tritonen Erfrischung spenden.

Ein weiterer großer Brunnen von besonderer Schönheit ist die Fuente de la Constitución auf dem gleichnamigen Platz, der sich zwischen der Calle Mayor und der Calle Echegaray befindet. Es handelt sich um zwei kreisförmig angelegte Teiche mit Wasserspielen und einer Kaskade.

Druck-Button

Copyright © Tourismusverband Madrid