Dieser Ort liegt im Osten der Region Madrid, 46 km von der Hauptstadt entfernt, ganz in der Nähe von Alcalá de Henares. Zu seinen architektonischen Schätzen gehört die Burg Torremocha, die 1949 zum Kulturgut erklärt und unter Denkmalschutz gestellt wurde. Hier haben so berühmte Persönlichkeiten, wie Kardinal Cisneros und die Prinzessin von Éboli übernachtet. Die Burg wurde im 13. Jh. wahrscheinlich vom Templerorden erbaut und im Verlauf der beiden nächsten Jahrhunderte ausgebaut, deshalb weisen die Türme große Unterschiede auf.
An eine innere Burgmauer wurde die Kirche San Torcuato angebaut, die ebenfalls aus dem 13. Jh. stammt und deren Turm und Altarraum im Mudéjar-Stil gehalten sind. Im Kircheninnern befindet sich ein Altaraufsatz aus dem 16. Jh. In den Turmruinen der Torre de Santorcaz finden sich islamische – wohl berberische Überreste, die ebenfalls unter Denkmalschutz stehen. Diese befinden sich auf der Cuesta de la Torrecilla.
Dieser Ort in der Umgebung des Henares, in dem hauptsächlich Getreide angebaut wird, ist einer der ältesten der Region und es ist bekannt, dass hier bereits die Keltiberer siedelten. Davon zeugen Funde der archäologischen Fundstätte von Llano de la Horca. Sie werden dem Volk der Karpetaner zugeschrieben, das zwei Jahrhunderte lang mit den Römern zusammenlebte und ähnliche Charakteristiken aufweist.