Dieser Ort im Südosten der Region Madrid liegt am Fluss Tajuña, ca. 40 km von der Hauptstadt entfernt. Er befindet sich in der Nähe von Chinchón und Arganda del Rey und unweit der Provinzen Guadalajara, Cuenca und Toledo, die bereits zu Castilla-La Mancha gehören. Die Höhenlage schwankt zwischen 580 und 783 m.
Dem Lauf des Tajuña folgend, gelangt der Reisende zu einem einzigartigen Gebäude, der alten Getreidemühle Casa del Marqués, die seit dem vergangenen Jahrhundert als Kraftwerk dient sowie zur Mühle Cantarranas am Naturkundepfad Vía Verde.
Die Pfarrkirche wurde im 17. und 18. Jhs. erbaut und ist den heiligen Kindern Justus und Pastor geweiht, den berühmten christlichen Märtyrern des 4. Jh., die hier das Licht der Welt erblickten.
Weitere relevante Bauwerke sind die Casa Museo, ehemalige Dorfschule, in der heute die Geschichte des Dorfes dokumentiert wird; der lokale Waschplatz; die Kapelle San Isidro; die prächtige Steinbrücke über den Tajuña, im 17. Jh. errichtetes und kürzlich restauriertes Wahrzeichen des Ortes; der Palast der Grafen von Pernía aus dem 17. Jh., der an einer Stelle steht, von der aus man das ganze Dorf überblickt. Der Palast wird heute als Bildungseinrichtung genutzt. Außerdem ist die Kapelle Ermita de los Santos Niños aus dem 18. Jh. erwähnenswert, die zu Füßen der Höhlen des Risco de los Mártires erbaut wurde und wo sich wohl Justus und Pastor vor ihren Verfolgern versteckt haben.
Die Lage am Flussufer des Tajuña ist ideal für den Obst- und Gemüseanbau geeignet. Hier wachsen auch viele Pappeln, Ulmen und riesige Steineichen. Bemerkenswert ist die große Zahl der hier lebenden Wildschweine.
Ein originelles Fest ist die Judas-Verbrennung, die jedes Jahr am Ostersonntag stattfindet.