Dieser von der Landwirtschaft geprägte Ort liegt im Südosten der Region Madrid, 61 km von der Hauptstadt entfernt. Neben der Erzeugung von Olivenöl und köstlichem Wein ist er vor allem für die Qualität seiner Melonen bekannt. Dieser Ruhm geht bis in die Römerzeit zurück und ist im Verlauf der Geschichte auf vielfache Weise belegt worden. So nennt der Ort sogar ein Melonenmuseum sein Eigen, das für sich allein eine völkerkundliche Ausstellung von hohem kulturellem und traditionellem Wert ist.
Der historische Siedlungskern weist die für Castilla-La Mancha typische Dorfanlage auf. Da es keine präzisen historischen Dokumente und keine sehr alten Gebäude gibt, ist der Ursprung des Ortes unbekannt. Alles weist jedoch darauf hin, dass er zur Zeit der Reconquista zwischen dem 8. und 15. Jhs. gegründet wurde.
Das älteste Gebäude ist die Kirche San Nicolás de Bari aus dem 16. und 17. Jhs. Die Kapelle der Heiligen Anna, der Schutzheiligen des Dorfes, stammt aus dem 19. Jh. Die Ermita de San Isidro wurde erst im vergangenen Jahrhundert errichtet.
Wenn Sie die Geschichte des Ortes interessiert, sollten Sie die Höhle Cueva del Fraile besichtigen, die außerhalb des Dorfes in westlicher Richtung liegt. Sie ist offen und wird nicht gepflegt. In der ersten Hälfte des 13. Jh. wurde sie in einen kleinen Hügel gegraben. Sie hat 19 Rundbögen und verschiedene Kamine für den Luftaustausch, die jedoch nicht mehr gut erhalten sind. Während des spanischen Bürgerkrieges übernachtete hier ein Strafbataillon, einige Soldaten fanden den Tod.
In der Umgebung des Ortes gibt es malerische Landschaften, wie die wunderschöne Schlucht Barranco de Villacabras, wo es nicht nur zahlreiche Höhlen, sondern auch Heilwasserquellen gibt.