Die Burg Manzanares el Real

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Panorama- und Detailbilder der Burg Manzanares El Real

Die neue Burg Manzanares el Real, auch als Palacio-Fortaleza de los Mendoza bekannt, ist das am besten erhaltene Burgschloss der Region Madrid. Sie wurde 1475 auf einer romanisch-maurischen Einsiedelei errichtet, die noch heute besteht. Obwohl es noch eine ältere Burganlage gibt, hält diese heute keinem Vergleich mit der neueren Burg stand.

Der Komplex aus halbkreisförmigen Bastionen besteht aus einem rechteckigen Hof und zwei Galerien, die auf achteckigen Säulen ruhen. Das Burggebäude besitzt vier Türme an den Ecken, die mit Kugeln im rein isabellinischen Stil verziert sind.

Die Burg gehört auch heute noch dem Herzog von Infantado, der sie jedoch der Region Madrid für sechzig Jahre überlassen hat. Sie steht unter Denkmalsschutz und wird heutzutage als Bibliothek, Austragungsort für Kongresse und kulturelle Veranstaltungen, etc. benutzt.

Über die Burg Manzanares

Geschichte

Außenansicht der Burg Manzanares el Real

Die Ländereien von Real de Manzanares, in dem sich die neue Burg befindet, waren während des 13. Jahrhunderts Anlass für Streitigkeiten zwischen den Gemeinderäten von Segovia und Madrid aufgrund der Nutzung der reichen Wälder und Weiden am Oberlauf des Manzanares.

Ab dem 14. Jahrhundert gingen diese Besitztümer an die Familie De la Cerda, an Leonor de Guzmán über. Während der Regierungszeit Johann II. gab dieser sie Don Diego Hurtado de Mendoza (1365-1404), Admiral von Kastilien, dem der Bau der ersten Burg zugeschrieben wird, als Lehen.

Die zunehmende Bedeutung dieser Familie und der gleichzeitige wirtschaftliche Aufschwung des Gebiets veranlassten diese, eine neue Burg zu errichten. Der französische Architekt Juan Guas, der auch die Burg von Guadalajara errichtete, wurde mit der Bauausführung beauftragt.

Das Testament von Diego Hurtado aus dem Jahr 1475 belegt, dass der Bau der Burg gegen Ende des 15. Jahrhunderts begann. In ihm nimmt der erste Herzog nach Quintano Bezug auf "die Burg, die ich in meiner Stadt errichte ..." und die eine der letzten und schönsten Beispiele für die kastilische Militärarchitektur ist, welche mit den Feinheiten der isabellinischen Gotik in ein Burgschloss verwandelt wurde. Dem ersten Herzog wird der Bau des Hauptgebäudes mit den vier Türmen zugeschrieben. Sein Nachfolger, Íñigo López de Mendoza, der erstgeborene Sohn von Don Diego und zweiter Herzog von Infantado kümmert sich um die Erweiterung der Burganlage nach dem Tod seines Vaters im Jahr 1479.

Es scheint, dass die Nutzung der neuen Burg als herrschaftliche Residenz recht kurz war. Sie endete mit dem vierten Herzog von Infantado. So wurde der Ort nach dessen Tod 1565 aufgrund von Streitigkeiten zwischen den Erben und finanziellen Problemen endgültig verlassen.

In dieser Burg begann der Prozess der autonomen Verwaltung der Region Madrid (1981) und in ihren Mauern wurde die Verfassung der Autonomen Region ausgearbeitet, die 1983 im Abgeordnetenhaus und Senat verabschiedet wurde.

Architektur

Detail der Burg Manzanares el Real

Baukünstlerisch gesehen hat die Burg einen viereckigen Grundriss mit flankierenden Türmen, drei Ecktürme in einem Mauerkranz und ein größerer Hauptturm: der Bergfried.

Der Bergfried ist von sechseckiger Form und läuft in einem Mauerkranz mit Schießscharten und Zinnen aus. Die eigenartige Dekoration der Türme mit Kugeln gleicht dem mozarabischen Stil und ist von deutlich arabischem Einfluss. Sie gibt dem Gebäude ein sehr prächtiges Aussehen.

Die Burg ist insgesamt 30 m lang und die Türme haben einen Durchmesser von 6,5 m an der Basis.

Sie scheint als Palast konzipiert worden zu sein, denn sie verfügt über zweigeschossige Zimmerfluchten, die an die Wände angebaut sind und Säulengänge rund um den Mittelhof. Das sich östlich anschließende Gebäude entspricht der Apsis der Wallfahrtskapelle, die hier vor der Errichtung der Burg stand.

Das gesamte Bauwerk ist von einer Barbakane umgeben, die einen einzigen Zugang über eine schöne, nach Westen ausgerichtete Pforte hat. Sie wird von zwei robusten, runden Wehrtürmen mit steinernen Schießscharten verteidigt. In allen Mauern der Barbakane sind Schießscharten in Form des Jerusalemkreuzes als Ehrung für den Bruder der ersten Herzogs, Kardinal Mendoza, dem die Katholischen Könige 1480 den Priestertitel der Heiligen Kreuz Basilika zu Jerusalem verliehen hatten, eingelassen.

Besonders hervorzuheben ist die Heraldik des Bauwerks. Es sind die Wappen der Familie Mendoza als das repräsentativste Geschlecht der Festung sowie die der Familien Velasco und Toledo zu finden. Diese drei Familien lebten auf dem Burggelände aufgrund der zwischen ihnen geschlossenen Ehen. Die Heiratspolitik war ein Mittel, um die Besitzgüter und Territorien zu vergrößern.

Nützliche Daten

Besuchszeiten vom 1. Oktober bis 31. Mai:


Besuchszeiten vom 1. Juli bis 30. September:


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