Kathedrale La Almudena


Panorama- und Detailfotos der Kathedrale La Almudena

Die ersten Pläne für den Bau einer großen Kathedrale in Madrid gehen bis in das 16. Jahrhundert zu Zeiten des Kaisers Karl V., König Karl I. von Spanien zurück. Später wurden verschiedene Projekte in diesem Sinne entworfen und letztendlich der Architekt Francisco de Cubas mit der Bauausführung beauftragt. Für den Bau der Kathedrale nahm er den gotischen Stil erneut auf und passt ihn an die romantische Ästhetik seiner Zeit an.

Seit dem Beginn der Bauarbeiten im Jahr 1883 war dieses große Bauwerk stets von Polemik begleitet. Diese gründete sich insbesondere auf die verschiedenen Baustile, die sich vor allem aus den zahlreichen Änderungen des Projekts ergaben.

Nachdem der Bau von sechs verschiedenen Architekten geleitet worden war und mit Unterbrechungen mehr als hundert Jahre in Anspruch genommen hatte, ähnelte das Bauwerk letztendlich dem Originalvorhaben des Marqués de Cubas nur wenig.

Der Kreuzgang wurde 1955 und die Fassade fünf Jahre später beendet. Die endgültige Einweihung fand jedoch erst 1993 durch Papst Johannes Paul II. statt.

Über die Kathedrale La Almudena

Geschichte

Detail der Kathedrale La Almudena

Bereits im 16. Jahrhundert während der Regierungszeit von Philipp II. (ein Bericht von 1567 vermerkt: "... für das allgemeine Wohlergehen der Stadt und des Landes ist es wichtig und erforderlich, dass in ihr eine Kathedrale und ein Bistum errichtet werden ..."), gab es erste Pläne für den Bau einer Kathedrale in Madrid.

Da der Monarch jedoch vollkommen vom Bauvorhaben des Klosters in El Escorial in Anspruch genommen war, kam es zu keiner Realisierung.

Ein weiterer wichtiger Grund war das Fehlen eines Bistums in Madrid. Die Hauptstadt gehörte zur Diözese von Toledo, deren Erzbischof sich stets gegen eine Absonderung der Hauptstadt von der Diözese Toledo ausgesprochen hatte.

Es gab ein paar weitere Versuche unter königlicher Schirmherrschaft. Dazu gehören die Pläne, die im 18. Jahrhundert von Sachetti und Ventura Rodríguez entworfen wurden. Es dauerte jedoch noch bis zum 4. April 1883, bis König Alfonso XII. den ersten Stein der künftigen Kathedrale von Madrid (damals nur eine Nachfolgerin der Pfarrkirche von Santa María, der ältesten Madrids, die 1868 abgerissen worden war) auf einem Grundstück neben der Plaza de la Armería gegenüber dem Königspalast legte, das durch Vermittlung der Königin Mercedes, die der Verehrung der Jungfrau Almudena besonders ergeben war, 1879 aus dem Königlichen Besitz abgetreten worden war.

Die definitive Unterstützung für den Bau einer Kathedrale in Madrid kam mit der Gründung der Diözese Madrid-Alcalá durch eine Bulle des Papstes Leo XIII. (während der Bau der Kathedrale voran ging, wurde die ehemalige Jesuitenkirche des Colegio Imperial, die zu jener Zeit Stiftskirche war und der Verehrung von San Isidro diente, Kathedredralskirche der neuen Diözese).

Der Marqués de Cubas, dem das Bauvorhaben übertragen worden war, änderte sein ursprüngliches Projekt einer Pfarrkirche ab und schlug eine beeindruckende, neugotische Kathedrale vor. Die Bauarbeiten begannen in der Krypta, die im neuromanischen Stil errichtet wurde, mit Zugang von der Cuesta de la Vega aus. Diese wurde erst 1911, nach ihrer Fertigstellung durch Enrique María Repullés zum Gottesdienst eröffnet.

Zur selben Zeit wurden die ersten Pfeiler errichtet, jedoch ruhten die Arbeiten praktisch bis zum Jahr 1950, als Fernando Chueca Goitia und Carlos Sidro den für die Beendigung der Bauarbeiten ausgeschriebenen Wettbewerb gewannen.

Der Charakter des Kirchentempels änderte sich, denn obwohl der gotische Stil des ursprünglichen Projekts für das Innere der Kathedrale beibehalten wurde, erhielt das Gebäude eine Fassade im klassizistischen Stil, so wie sie noch heute zu sehen ist. Auf diese Art wurde die Kathedrale in das ebenfalls klassizistische Umfeld des Königspalastes integriert.

Die Bauarbeiten schritten voran, kamen jedoch 1965 aufgrund fehlender Gelder und Unterstützung der Stadtverwaltung erneut zum Erliegen. Es sollten wiederum fast zwanzig Jahre vergehen, bis 1984 eine Stiftung gegründet wurde, die mithilfe von öffentlichen und privaten Einrichtungen die Fertigstellung des Baus ermöglichte. Die Kathedrale wurde am 15. Juni 1993 von Papst Johannes Paul II. eingeweiht und löste die Stiftskirche von San Isidro ab, die seit 1885 als provisorische Kathedrale von Madrid gedient hatte.

Architektur

Fassade der Kathedrale La Almudena

Die Kathedrale La Almudena ist 102 m lang und 73 m hoch und vereint verschiedene Stile: eine klassizistische Fassade, ein neugotisches Innengewölbe und eine neuromanische Krypta.

Die Hauptfassade mit den Doppeltürmen zeigt zur Plaza de la Armería und bildet ein architektonisches Gegengewicht zum Königspalast. Über dem Kreuzschiff erhebt sich eine doppelte, äußere und innere Kuppel mit achteckigem Tambour, in der sich vier große Fenster öffnen.
Im Gegensatz zu anderen Kathedralen, die eine Ost-West-Ausrichtung haben, zeigt die Kathedrale der Almudena in Nord-Süd-Richtung. Dies ist dem Konzept des Gesamtwerkes von Kathedrale und Königspalast geschuldet. Die Kathedrale wurde aus Novelda-Stein (Alicante) und Granit aus den Steinbrüchen von Colmenar Viejo (Madrid) erbaut.

Fresken und Glasfenster

Glasfenster der Kathedrale La Almudena

Der Begründer der neokatechumenalen Bewegung, Kiko Argüello erhielt den Auftrag, in der Apsis der Kathedrale eine "mystische Krone" zu malen. Es handelt sich um die wichtigsten Etappen im Leben Jesus Christus. In der Mitte der Pantokrator, d.h. der auferstandene Christus, der in seiner rechten Hand die Heilige Schrift hält. Seitlich von ihm die Kreuzung, die Auferstehung, das Pfingstfest, der triumphale Einzug in Jerusalem und die Entschlafung Marias. All dies auf goldfarbenem Grund und stets nach dem Vorbild der klassischen Ikonen.

Über den Gemälden wurden sieben Glasfenster eingebaut, die der Stimme Gottes gewidmet sind und das Substantiv "Wort" in lateinischer, griechischer, hebräischer, syrischer, kyrillischer und spanischer Sprache enthalten.

Im siebten Glasfenster, in der Mitte, steht der Name "María", Schutzheilige der Kathedrale.

Die Fresken sind von byzantinischem Einfluss, die Glasfenster haben dagegen einen rein abstrakten Stil.

Nützliche Daten

Besuchszeiten


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