Die Festungsmauern von Buitrago de Lozoya


Panoramabild der Festungsmauern von Buitrago

Der einzigartige Mauerring von Buitrago stellt die am besten erhaltene Befestigungsanlage der Autonomen Region Madrid dar.

Die Mauern sind arabischen Ursprungs und wurden in mehreren Etappen gebaut und erweitert, sie haben eine Länge von ungefähr achthundert Metern.

Der Zugang zum Innern des Mauerrings erfolgt über drei Tore, von denen die Torre Albarrana das Haupttor darstellt.

Über die Festungsmauern von Buitrago

Geschichte

Torre del Reloj

Buitrago ist der einzige Ort der Region Madrid, dessen Stadtmauer vollständig erhalten ist. Der Bau dieser Befestigungsanlage geht auf das 11. Jahrhundert zurück und obwohl sie Merkmale der von den Arabern gebauten Festungen aufweist, kann dieser Ursprung nicht endgültig belegt werden, da die christlichen Bauten stark vom maurischem Baustil beeinflusst waren.

Heutzutage geht man davon aus, das die ursprüngliche Lehmmauer von den Arabern oder in den ersten Jahren der Reconquista, der christlichen Wiedereroberung (11./12. Jh.) errichtet wurde und von diesem Zeitpunkt an in den folgenden 400 Jahren ständigen Veränderungen unterworfen war.

Die Mauer besteht aus zwei Typen: der niedere Wehrgang zu Füssen des Flusses und der hohe Wehrgang zum Tal hin.

Mauerelemente

Luftaufnahme der Mauern von Buitrago

Niederer Wehrgang: Es handelt sich um einen Mauerbereich, der parallel zum Fluss Lozoya verläuft.

Aufgrund der vom Fluss gebotenen Verteidigungsmöglichkeiten ist dieser Mauerabschnitt nicht mehr als 6 m hoch und 2 m stark. Aus denselben Gründen findet man in diesem Bereich der Festungsmauer auch keine Wach- und Wehrtürme.

Einzig hervorhebenswert sind eine Reihe von Widerlagern an ihrer östlichen Flanke und die Schwalbenschwanzzinnen, die die Mauer in ihrem gesamten Umfang krönen.

Hoher Wehrgang: In diesem Bereich ist die Mauerfront mindestens 9 m hoch und 3,2 m stark. Da es sich um den leichter verwundbaren Mauerabschnitt handelt, sind hier zahlreiche Verteidigungselemente anzutreffen. Dazu zählen:

Massive Wehrtürme: Sie sind so gut wie vollkommen erhalten und haben dieselbe Höhe wie die Mauerfronten.

Barbakane oder vorgeschobene Mauer: Es ist ein Abschnitt an der südwestlichen Seite mit einigen Wehrtürmen erhalten. Sie ist nicht mehr als 4 m hoch und 2 m stark.

"Coracha": So gut wie vollständig erhalten. Es handelt sich um einen Mauerfortsatz, der den Zugang zum Wasser bei einer Belagerung decken sollte.

Torre del Reloj (Uhrenturm): Dieser Turm stellt ein mächtiges Bollwerk dar und dient dem Schutz des Haupteingangs der Mauer. Es handelt sich um einen gekrümmten Zugang mit einem hufeisenförmigen Doppelbogen zum Mauerinnern und einem Spitzbogen zum Maueräußeren hin.

Befestigungsanlage und Burg wurden 1931 unter Denkmalsschutz gestellt. Buitrago musste jedoch noch bis zum 11. März 1993 warten, bis es zum Kulturgut erklärt und unter Denkmalsschutz gestellt wurde.

Nützliche Daten

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