Puerta de Alcalá


Panoramabilder der Puerta de Alcalá

Die Puerta de Alcalá - eines der Wahrzeichen von Madrid - wurde 1778 von dem spanischen König Karl III. in Auftrag gegeben, der Sabatini den Entwurf und die Ausführung des Baus übertrug. Er sollte das bestehende, alte und zerfallene Tor durch ein neues ersetzen und den Prachtstraßen, die hier zusammenflossen, Glanz verleihen.

Das Denkmal befindet sich auf der Plaza de la Independencia mitten im Herzen der Stadt, am Anfang der Calle Alcalá und unweit des Haupteingangs zum Retiro-Park.

Dieses Meisterwerk des Klassizismus mit seinen fünf Durchgängen, drei davon mit Rundbögen und zwei mit Schulterbögen fand in der gesamten europäischen Architektur des 18. Jahrhunderts nicht seines Gleichen.

Heutzutage ist es das bekannteste und populärste Bild Madrids und wurde für die Madrilenen und ihre Gäste zu dem Wahrzeichen der Stadt.

Über die Puerta de Alcalá

Geschichte

Detail der Puerta de Alcalá

Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass es bereits eine frühere Puerta de Alcalá gab. Diese war 1599 für den Empfang von Margarete von Österreich, der Gattin Philipp III. erbaut worden. Das Steintor bestand aus drei Bögen und zwei Türmchen, die als "de Alcalá" bezeichnet wurden, da durch dieses Tor der Weg von Madrid nach Alcalá verlief.

Als jedoch Karl III. am 9. Dezember 1759 durch diese Puerta de Alcalá in Madrid einzog, gefiel sie ihm nicht. Der Monarch wollte ein prächtigeres Denkmal, ein Siegestor zum Gedenken an seinen Einzug in Madrid und ordnete deshalb 1764 den Abriss des bestehenden Tores an.

Für den Bau der neuen Puerta de Alcalá wurden Entwürfe von José de Hermosilla, Ventura Rodríguez und Francisco Sabatini eingereicht. Der König entschied sich, Letzteren mit der Realisierung des Bauwerks zu beauftragen. Der Bau wurde 1774 begonnen und 1778 fertig gestellt.

Architektur

Puerta de Alcalá

Die Puerta de Alcalá ist wie ein großer römischer Triumphbogen konzipiert. Er besteht aus fünf Durchgängen, von denen die drei mittleren sich mit nach innen gewölbten Rundbögen und die zwei seitlichen mit Schulterbögen öffnen.

Er wurde aus Kalkstein aus Colmenar (Madrid) auf einer Grundlage aus Granitstein gefertigt. Das Tor ist 19,5 Meter hoch.

Außer dem mittleren Bogen, der an beiden Seiten gleich ist, sind alle anderen unterschiedlich, da auf der zur Stadt zeigenden Außenseite zehn Säulen mit ionischen Kapitells gesetzt werden, während auf der Innenseite Pilaster angebracht wurden. Auf beiden Seiten gleich ist jedoch die Gedenktafel auf der Attika beider Fronten, die die Inschrift "Rege Carolo III, anno MDCCLXXVIII" trägt.

Sowohl die Löwenköpfe, die an den Scheiteln der Mittelbögen angebracht wurden, als auch die sich an den Seitenwänden befindlichen Füllhörner wurden von Roberto Michel gemeißelt.

Francisco Gutiérrez fertigte verschiedene Verzierungen an, wie das Wappen mit den königlichen Waffen, die militärischen Trophäen, die den dreieckigen Giebel der Attika krönen, die zur Cibeles schaut und die auf den Giebelzinnen befindliche Kindergruppe und Siegestrophäen.

Nützliche Daten

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