Diese Route beginnt in Moralzarzal, einem im Flusstal des Guadarrama gelegenen Städtchen und findet ihren Abschluss im Puerto de Navacerrada. Zwischendurch verläuft sie über Alpedrete, Collado Mediano, Guadarrama, Los Molinos, Cercedilla und schließt einen Besuch des Valle de la Fuenfría ein, wo der Gebirgsbach Arroyo de la Venta entspringt, der dann wasserreicher zum Fluss Guadarrama wird. Die Strecke ist bequem zurückzulegen, nur 42 Autokilometer liegen zwischen dem Anfangs- und Endpunkt der Tour. Trotzdem empfehlen wir, mehr als einen Tag einzuplanen und in Guadarrama oder Cercedilla zu übernachten.
Unser erstes Ziel liegt nur 46 km von Madrid entfernt zu Füßen der Sierra de Guadarrama und im gleichnamigen Tal. Moralzarzal geht auf eine arabische Siedlung zurück. Der Name entstand aus der Verbindung zweier Orte: Fuente del Moral und Zarzal. Wie ein Teil seiner ursprünglichen Bezeichnung ausdrückt, war das Wasser bereits bei der Gründung von Bedeutung.
Moralzarzal
besitzt einen
sehr
gepflegten historischen Stadtkern, wo
Sie interessante Beispiele für die traditionelle Baukunst finden. Besondere Beachtung
verdient die Pfarrkirche San Miguel Arcángel, die aus dem 16.-17. Jhs. stammt, jedoch
in jüngeren Zeit mehrere Umbauten erfahren hat. Daneben steht ein herrlicher Brunnen
aus dem Jahr 1885, an dem Sie sich erfrischen können.
Auch
das Rathas ist einen Besuch wert. Seine Turmuhr
Reloj
de Frascuelo ist
mehr als hundert Jahre alt. Der berühmte Torero Salvador Sánchez
Frascuelo schenkte
sie dem Ort im Jahr 1886. Es wird berichtet, dass der mit Viehzüchtern aus Moralzarzal
befreundet war und oft hier verweilte, ja sogar mit mehreren Stieren kämpfte.
Wenn Sie sich gern in der Natur aufhalten, sollten Sie wissen, dass Sie in der Umgebung von Moralzarzal Bäche und kleine Flüsse vorfinden. Viele führen nicht das ganze Jahr über Wasser, sodass vor allem die Zeit nach der Schneeschmelze im Frühjahr besonders für einen Ausflug geeignet ist.
Moralzarzal ist auch aufgrund seiner Heilquellen mit arsen-, eisen- und stickstoffhaltigem Wasser, wie die von Cuatro Caños und Matarrubia bekannt. Dies ist ganz sicher einer der Hauptgründe, warum diese Ortschaft in den Sommermonaten und an den Wochenenden von so vielen Gästen besucht wird.
Weniger
als acht Kilometer von Moralzarzal entfernt liegt Alpedrete, der zweite Zielort unserer
Tour. Wie der Name vermuten lässt, liegen in der Umgebung dieses Ortes zahlreiche
Steinbrüche, die
das Material für den Bau vieler Monumente der Region Madrid geliefert haben, u.a.
für San
Lorenzo de El Escorial,
den Königspalast
von Madrid und
die Gebäude von Nuevos Ministerios in der Hauptstadt.
In
Alpedrete sollten Sie unbedingt einen Spaziergang durch die Straßen seines wunderschönen
historischen Zentrums unternehmen. Hervorzuheben ist das Rathaus, das zwar jüngeren
Datums ist, aber im Baustil
des Escorial mit
einer großen Balkonfront, die auf jeder Seite von einem Turm flankiert wird, errichtet
wurde. Auch sollten Sie der Iglesia de la Asunción einen Besuch abstatten. Im 15.
Jh. erbaut, gleicht sie eher einer Festung als einem Kirchentempel.
Und da das Wasser ein wenig das Leitmotiv dieser Route ist, möchten wir den Freunden des Angelsports einen ehemaligen Steinbruch empfehlen, der in der Gegenwart zum Angeln von Regenbogenforellen freigegeben ist.
Unser
nächstes Ziel liegt gut sechs Kilometer entfernt. Collado Mediano ist ein kleiner
Ort, der sich durch seine
Sommervillen auszeichnet.
Sehenswert sind insbesondere das Rathaus aus dem 17. Jh. mit seinen Balkons im oberen
Stockwerk und die Iglesia de San Ildefonso. Auch ein Besuch des Alten Friedhofes
ist zu empfehlen, es ei denn, Sie sind besonders abergläubisch. Er beherbergt eine
im spätromanischen Baustil errichtete Kapelle aus dem 13. Jh.
Collado Mediano liegt zu Füßen der Sierra del Castillo, von deren Aussichtspunkt man einen beeindruckende Sicht auf das Gebirge hat. Hier liegt auch La Cobañera, ein Naturfelsen von überwältigender Schönheit, der eine solche Bedeutung für den Ort hat, dass er im Wappen von Collado Mediano enthalten ist.
Wir verlassen nun die Umgebung der Sierra del Castillo und überqueren den Fluss Guadarrama, der eine wichtige Wasserquelle des Canal de Isabel II ist und erreichen den gleichnamigen Ort. Obwohl christlichen Ursprungs stammt die Bezeichnung Guadarrama aus dem Arabischen und bedeutet Sandfluss. Durch diesen Ort verlief die alte Römerstraße, die bis zum Tal Valle de la Fuenfría führte.
Die
Plaza Mayor de Guadarrama ist von einzigartiger Schönheit. Von klassischer Struktur
wurde der Platz nach dem Spanischen Bürgerkrieg im Escorialstil wiedererbaut. Die
alte Kirche San Miguel Arcángel ist heutzutage zu einem Kulturzentrum geworden,
ihre Apsis im Mudejarstil und der mittelalterliche Turm blieben jedoch erhalten.
Auf der Plaza del Doctor Palanca können Sie die
Fuente
de Piedra besehen.
Dieser Steinbrunnen stammt aus dem Jahr 1785 und war lange Zeit Wasserquelle für
die ganze Stadt.
In
der Umgebung des Ortes liegt der
Stausee
Jarosa,
ein besonders von den Anglern sehr geschätzter Ort, da in seinen Gründen das ganze
Jahr über Regenbogenforellen gefangen werden können. Das wichtigste Volksfest von
Guadarrama ist das Fest zu Ehren der Virgen de la Jarosa am 15. August, an dem die
Gläubigen zur gleichnamigen Wallfahrtskapelle pilgern, die sich unweit des Stausees
befindet.
Wir empfehlen, in Guadarrama zu übernachten und bei dieser Gelegenheit die vielfältige Gastronomie der Region zu kosten.
Wir
setzen unseren Weg zum Nachbarort Los Molinos fort. Von dort aus führen mehrere
Wanderwege am Fluss Guadarrama und seiner Umgebung entlang.
Die Bauweise der Häuser in Los Molinos stellt ein ausgezeichnetes Beispiel für ein traditionelles Bergdorf dar. Dazu kommen die zahlreichen Sommervillen mit großen Gärten, die im historischen Ortskern und um diesen herum zu beschauen sind. Die Plaza de España mit dem Rathaus ist der Platz, wo die Veranstaltungen der Gemeinde stattfinden.
Die im Renaissancestil erbaute Kirche von Los Molinos datiert aus dem Jahr 1570. In ihrem Innern bewahrt die Iglesia de la Purísima Concepción einen wunderschönen Barockaltar. Im Frühling nisten die Störche auf dem Glockenturm.
Wir
setzen nun unsere Route entlang des Flusses Guadarrama bis zu seinem Quell fort und
erreichen dort unser nächstes Ziel, den Ort Cercedilla. Einstmals ein traditionsreiches
Viehzüchterdorf lebt der Ort heute in erster Linie vom Fremdenverkehr. Cercedilla
ist einer der Orte der Region Madrid mit einer sehr langen Vergangenheit und
römischer
Präsenz und
besitzt noch heute Reste der Römerstraße aus dem 1. Jh., die den Ort durchquerte.
Der Zauber dieser Ortschaft ist an vielen Stellen spürbar. In seinen Gassen sind architektonische Schmuckstücke, wie die Iglesia de San Sebastían anzutreffen, die Ende des 12. und zu Beginn des 13. Jhs. erbaut wurde. Die Straßen des Städtchens schmiegen sich serpentinenförmig an die Berghänge der Sierra de Guadarrama. Zahlreiche Quellbrunnen heißen den Besucher willkommen und erfrischen die trockenen Kehlen.
Wenn die Stadt schön ist, was soll man dann erst von den sie umgebenden Landschaften sagen. Von Cercedilla aus können dutzende Wanderrouten realisiert werden, um die das Gebirgsland tiefgründig kennen zu lernen, den Bergkamm Puerto de Navacerrada zu besteigen oder den Quell des Flusses Guadarrama in nahen Valle de la Fuenfría, unserem nächsten Halt zu entdecken.
Nur
wenige Kilometer entfernt, die Sie zu Fuß oder teilweise per Auto zurücklegen können
- entspringt der Fluss Guadarrama, der - wie bereits gesagt, in seinen Anfängen
Río de la Venta heißt.
Das Tal Valle de la Fuenfría ist ein idealer Ort, um einen ruhigen und erholsamen Tag in den dichtesten Pinienwäldern des gesamten Sistema Central zu verbringen. Die Strecke zur Quelle kann sowohl zu Fuß als auch per Mountainbike zurückgelegt werden. Auf dem Weg können Eichhörnchen, Rehe, Wildschweine und mit ein wenig Glück Füchse beobachtet werden.
Im unteren Teil des Tals hat die Gemeindeverwaltung von Cercedilla während der Sommermonate den Freizeit- und Erholungspark, Las Berceas mit Grillstellen und einem Schwimmbad mit günstigen Eintrittspreisen eingerichtet.
Wenn
Sie nach der Tour durch das Tal Fuenfría noch bei Kräften sind, wartet die letzte
Etappe unserer Route auf Sie, der Puerto de Navacerrada. Um dahin zu kommen, müssen
Sie mit dem Auto oder Zug fahren. Von der
Station
Cercedilla,
einer der schönsten der Sierra Madrileña fährt ein Sonderzug die Strecke Cercedilla-Navacerrada.
Bitte informieren Sie sich vorab über das Wetter, da der Pass bei Schneefall geschlossen oder die Durchfahrt nur mit Schneeketten gestattet sein kann. Der Puerto de Navacerrad ist ein Muss für die Liebhaber des Wintersports. Auch wenn Sie im Sommer reisen, wird Sie der Ausblick vom Bergkamm nicht enttäuschen. Von hier aus sind das Bergmassiv von Peñalara, Cuerda Larga und Siete Picos zu sehen, zu denen zahlreiche Wanderwege führen.
Entfernung von Madrid in km: 140
Route in km: 42
Dauer:1/2 Tage
Typologie: Freunde/Kinder