Route der Klöster de la Comunidad de Madrid


Landschaften und Orte der Route

Unabhängig vom Real Monasterio de San Lorenzo de El Escorial, das zum Weltkulturerbe erklärt wurde und für sich allein einen Tagesausflug wert ist, schlagen wir Ihnen mit dieser Route nicht nur den Besuch der beiden bedeutendsten und ältesten Klöster der Region Madrid, des Monasterio de Santa María de El Paular und des Convento de San Antonio vor, sondern möchten Sie gleichzeitig zu einer Tour durch die oberen Täler der Flüsse Lozoya und Manzanares einladen, die im Norden und Süden der Cuerda Larga, im Norden der Provinz entspringen. Die Flusstäler haben malerische Landschaften geschaffen, die den zahlreichen kleinen Agrargemeinden, die sich hier ansiedelten, über Jahrhunderte Nahrung und Unterkunft boten.

Es werden zwei Strecken empfohlen, um vom oberen Flussgebiet des Manzanares zum Fluss Lozoya zu gelangen: entweder über den Bergkamm Puerto de Navacerrada oder über den Puerto de La Morcuera. Beide sind in gleicher Weise anregend, auch wenn die zweite weniger bekannt ist und ihre Wahl von verschiedenen Bedingungen abhängig ist, so u.a. von der Jahreszeit und den Witterungsverhältnissen zum Zeitpunkt des Ausflugs.

Aufgrund der unterschiedlichen Naturlandschaften, die alle von großer ökologischer Bedeutung sind, ist es ratsam, für die Tour mehrere Tage einzuplanen, um dieses Gebiet der Region Madrid tiefgründig kennen lernen zu können.

Colmenar Viejo [+]

Mit Leuten aus Segovia während der Reconquista wieder bevölkert. Juan I. übergab den Ort an Don Pedro González de Mendoza, "Villa" (Stadtrecht) seit 1504. Berühmt für seine Viehzucht und Granitsteinbrüche, die für den Bau der Burg von Manzanares El Real und dem Kloster El Paular verwendet wurden. Unbedingt zu besichtigen: gotische Kirche Nuestra Señora de la Asunción (14.-16. Jhs.), Kulturdenkmal, von der Familie Mendoza erbaut; wertvolles, mehrfarbiges Renaissance-Retabel (1574). In Soto del Real müssen Sie sich für eine der Routen entscheiden, die Sie zum Valle del Lozoya führen.

Manzanares El Real [+]

Castillo Manzanares El RealDer Ort wurde 1247 durch Schafhirten aus Segovia zu Füßen der Pedriza und am Flussufer des Manzanares gegründet. Castillo-Palacio de Manzanares (1417-1500), 1931 zum Kulturdenkmal erklärt; vom ersten Marquis de Santillana, Don Íñigo López de Mendoza gegründet; die Bauausführung bis zur Fertigstellung lag in den Händen mehrerer Duques (Herzöge) del Infantado, die zu Ende des Baus Juan Güas, Architekt der Katholischen Könige verpflichteten. Für die Denkmalspflege und Besichtigung ist heutzutage die Comunidad de Madrid zuständig. Naturschutzgebiet "Parque Regional de la Cuenca Alta del Manzanares" (46.000 ha): über die Granitfelsen schwingen sich Kaiseradler, Steinadler, Gänsegeier und Wanderfalken in den Himmel empor. "Centro de Interpretación del Parque Regional": Darstellung der ökologischen und ethnologischen Merkmale dieser außerordentlichen Landschaft innerhalb der Region Madrid.

Puerto de Navacerrada (1.860 m)

Wir fahren nach Valcotos hinab. Von dort ist der Zugang zum Naturschutzgebiet "Parque de la Cumbre, Circo y Lagunas de Peñalara" (768 ha) möglich. Wenige Kilometer talabwärts treffen Sie auf das Kloster Real Monasterio de El Paular.

Guadalix de la Sierra

Auf Wunsch von Alfonso X. wurden an dieser Wegkreuzung Viehzüchter aus Segovia angesiedelt, danach gehörte es zur Domäne der Mendoza (1389). Gotische Kirche San Juan Bautista (1540), das Bildnis der Jungfrau datiert aus dem 13. Jh. Seine typische Architektur eines Gebirgsdorfs bildete die Kulisse bei den Filmarbeiten zu "Bienvenido Mister Marshall" (1952) des Filmregisseurs Luis García Berlanga.

Rascafría [+]

Die Pfarrkirche San Andrés Apóstol (16. Jh.) von Rascafría ist ein Bauwerk der Gotik/Renaissance und bewahrt unter dem Kirchengewölbe ein Taufbecken und Bildnis der Virgen de Gracia (13. Jh.).

Real Monasterio de Santa María de El Paular

Der Bau wurde von Juan I. im Jahr 1390 angeordnet, nach seinem plötzlichen Tod ließ Enrique I. die Arbeiten fortsetzen und ein kleines Lustschloss anbauen. Im Jahr 1440 wurden die Bauarbeiten für das erste Kartäuserkloster des Königreichs von Castilla und León beendet. Die Säkularisierung von Kirchengut (1836) zwang die Kartäusermönche zum Verlassen des Klosters. Bis zu diesem Zeitpunkt war das Kartäuserkloster der Mittelpunkt des wirtschaftlichen und politischen Lebens im Tal und als "Hacienda de los Cartujos" bekannt und trug aktiv zur Gründung weiterer Kartäuserklöster bei. Seit dem Jahr 1954 wird es von Benediktinermönchen bewohnt, die das Kloster pflegen und den Besuchern zeigen.

Real Monasterio de Santa María de El PaularZahlreiche Bauten erinnern an seine glorreiche Vergangenheit: aus der Gotik sind der alte Kreuzgang, das elegante neue Kloster, das Refektorium, der Kirchenvorhof und das Retabel des Altarraums - ein wunderschönes, flämisches Kunstwerk in mehrfarbigem Alabaster - erhalten geblieben; aus dem Barock wurde die Pracht des "Transparente" bewahrt, in dem sich das in hunderten von Farben schillernde große Tabernakel aus Halbedelsteinen befindet. Der Jagdpavillon und das Lustschloss Enrique I., zu dem man über das Tor Puerta de Rodrigo Gil de Hontañón gelangt, wurden zu einem Hotel umgebaut. Auf der über dem Fluss Lozoya errichteten Brücke "Puente del Perdón" (15. Jh.) wurde im Mittelalter über die Gefangenen des "Sexmo de Lozoya" Gericht gehalten, deren Strafen gemildert oder bekräftigt werden konnten. "Centro de Información y Educación Ambiental": Bietet thematische Spaziergänge und Aktivitäten zum Kennenlernen der Pflanzen- und Tierwelt des Tals an.

Lozoya [+]

Wurde wie andere Täler während der Reconquista (Wiedereroberung) besiedelt, um den Vormarsch der maurischen Truppen aufzuhalten, die nach Segovia vordrangen. Seine Gassen, die Plaza Mayor mit Arkaden, einige Renaissancehäuser und die aus dem 16. Jh. stammende Kirche Iglesia de San Nicolás erinnern an die grandiose Vergangenheit dieses Ortes.

La Cabrera [+]

Dieses Dorf wurde am Berghang des Pico de la Miel (1.391 m) gegründet, einem Ort, der von den Arabern für die Anlage einer Burg genutzt worden war. Centro Turístico de la Sierra Norte "Villa de San Roque": Umweltmuseum und Botanischer Garten; ein Muss, um mehr über die Sierra Norte von Madrid zu erfahren.

Convento de San Antonio

Das ursprünglich als Monasterio de San Julián bezeichnete Kloster war eine der ersten Benediktinerabteien der Cluniazensische Reform auf der Iberischen Halbinsel (11. Jh.). Im 14. Jh. ging es an den Franziskanerorden über und erhielt seinen heutigen Namen. Dieses spirituelle Zentrum war auch theologische Universität und wurde von Enrique I., Juan I., Enrique IV., dem Marquis von Santillana und Kardinal Cisneros aufgesucht. Letzterer bestattete hier seinen Vater. Diente als Gefängnis während des Unabhängigkeitskrieges gegen die Franzosen. Heutzutage von Franziskanermönchen geleitet. Kleine Kirche, drei Kirchenschiffe mit fünf Apsiden, die stufenförmig gebaut wurden, um die Unregelmäßigkeiten des felsigen Untergrunds auszugleichen. Seine Lage in einer malerischen Umgebung mit herrlichen Aussichten machen den Besuch empfehlenswert.

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