Mit dieser Route laden wir den Reisenden ein, die Dörfer der landwirtschaftlichen Bezirke kennen zu lernen, die von den Flüssen Jarama und Tajuña bei seinem Verlauf durch den Südosten der Region durchflossen werden.
Die kleinen Ortschaften mit weiß gekalkten Häusern besiedeln Täler, Berge und Ebenen. Ihre Bewohner sind bodenständige Menschen, die es verstanden haben, ein Kulturerbe mit stark volkstümlichem Charakter, dessen Kenntnis jedoch von unschätzbarem Wert für alle diejenigen ist, die das Territorium der Region Madrid tiefgründig erforschen möchten, zu bewahren.
Einige Plätze, wie die des Städtchens Chinchón sind inzwischen weltweit bekannt; andere, wie die von Colmenar de Oreja, Belmonte de Tajo, Villar del Olmo, Ciempozuelos oder Villarejo de Salvanés sind zwar weniger bekannt, aber deshalb nicht weniger reizvoll. Diese Plätze mit ihren rustikalen Balkons, Arkaden und Galerien laden die Bewohner jeden Tag aufs Neue zur Teilnahme am Geschäfts- und Kulturleben und an den Volksfesten ein.
Um die Plätze herum findet der Besucher zahlreiche Repräsentativbauten; Ratshäuser, Kirchen und Kapellen, alte Adelshäuser, Museen, historische Weinkeller, Paläste und Burgen, die Auskunft über die Geschichte, den Glauben und die Gefühle der Bewohner dieser Kleinstädte geben, die von diesen mit Liebe und Beharrlichkeit über Jahrhunderte geschützt und bewahrt wurden und so noch heute bewundert werden können.
Und selbstverständlich können Sie in allen diesen Orten frisches Obst und Gemüse einkaufen, das hier in der Gegend angebaut wird und einfach köstlich schmeckt.
Ähnelt den Orten in La Mancha, vom Obst- und Gemüseanbau geprägt. Die gotische Kirche Iglesia de la Natividad stellt das bedeutendste Denkmal dar (15. Jh.). Ein Großteil des Ortes ist in den Parque Regional del Sureste integriert.
Im Jahr 1085 von Alfons VI. von den Arabern zurückerobert. Die Plaza Mayor mit ihren Arkaden ist Zentrum eines lebhaften Geschäftslebens. In der Iglesia de la Magdalena (14.-18. Jhs.) werden zwei Gemälde aufbewahrt, die Claudio Coello zugeschrieben werden.
Von alters her Wegkreuzung. Die gotische Kirche Iglesia de la Magdalena besitzt ein Gemälde des Sohnes von El Greco.
Nach dem Vorbild der Dörfer von La Mancha gestalteter Ort. Seine Relevanz gründet sich auf die zentrale Lage im Bezirk und die Nähe zu den fruchtbaren Flussauen. Iglesia de San Nicolás de Bari (16. Jh.). Das Museo del Melón (Melonenmuseum) erinnert an die Bedeutung dieser Frucht für die Entwicklung des Ortes.
Von
Scipio (220 v. C.) als römische Stadt erwähnt. Ihre Burg wurde im Jahr 1139 durch
König Alfons VII. von den Arabern zurückerobert. Die große, quadratisch angelegte
Plaza Mayor ist über einen riesigen Steintunnel errichtet (Arco de Zacatín, 1794).
Die Iglesia de Santa María wurde vom Santiago-Orden (13. Jh.) erbaut, das Zentralschiff
und der Kirchturm werden Juan de Herrera zugeschrieben. Ebenfalls sehenswert sind
das Teatro Dieguez (1850), das ausgezeichnete Museo Ulpiano Checa, das Augustinerkloster
Convento de las Agustinas Recoletas (1536) und die Kapelle Ermita del Cristo del
Humilladero (17.-18. Jh.). Die Kalksteinbrüche der Gemeinde lieferten das Baumaterial
für die Königsschlösser von Madrid und Aranjuez, die Almudena-Kathedrale und das
Teatro Real.
Auf
einem kleinen Hügel angesiedelter Ort, dessen Gassengewirr die Form eines Hufeisens
("Chincho") bildet und in dessen weiter unter gelegener Ortsteil sich in der Mitte
die Plaza Mayor befindet; in ihren aus Stein gefertigten Arkaden und Galerien herrscht
geschäftiges Treiben. Im Jahr 1502 wurde hier der erste Stierkampf zu Ehren des
Königs Felipe El Hermoso ausgetragen. Felipe V. erteilte der Arena den Titel Real
Coso Taurino. Weitere Sehenswürdigkeiten von Chinchón sind: Das Castillo de los
Condes (15. Jh.), die Pfarrkirche Iglesia de la Asunción (16.-17. Jhs.), wo das
von Francisco de Goya gemalte Bild "Asunción de la Virgen" verehrt wird und das
ehemalige Augustinerkloster (17. Jh.), heute Bestandteil der staatlichen Hotelkette
Paradores.
Über die elegante Plaza de la Constitución gelangt der Besucher zur Pfarrkirche Nuestra Señora de la Estrella (16.-18. Jh.).
Lebhafter Platz mit urbanem Flair. Der Turm der zum Santiago-Orden gehörenden Burg (15. Jh.) befindet sich in einem einwandfreien Zustand.
Weitere interessante Denkmäler: gotische Kirche Iglesia de San Andrés, Kloster Nuestra Señora de la Victoria de Lepanto und Casa de la Tercia (16. Jh.).
Von der Barockkirche Santa María del Castillo (17. Jh.), die auf einer alten Festung erbaut wurde, hat man eine herrliche Sicht über das Tal.
Auf dem Weg nach Tielmes liegt der Risco de las Cuevas, der seit 1931 unter Denkmalschutz steht, es handelt sich um sechzig frühgeschichtliche Höhlen. Isla de Taray: Kunsthandwerkszentrum auf der Straße Carretera de Morata.
Fand bereits in der Römerzeit Erwähnung. Hier wurden die Märtyrerkinder Justo und Pastor geboren.
Hier
führte die Straße von Mérida nach Tarragona vorbei. Seine Heilwasserquellen sind
seit Jahrhunderten bekannt. Sehenswert sind die herrschaftlichen Häuser Casona de
los Heredia und der Wohnsitz des Virrey de Indias (17. Jh.). In der Iglesia de la
Asunción (16. Jh.) sind ein Taufbecken aus der Zeit der Besiedlung durch die Westgoten
und ein Grabmal aus dem 17. Jh. zu besichtigen. Das alte Gleisbett der Eisenbahnlinie
Ferrocarril del Tajuña wurde vor kurzem als Fahrradweg restauriert und bietet eine
etwas andere Tour durch den Bezirk.
Siedlung an den Hängen eines Gipsfelsen; furchtbares Obst- und Gemüseland und Schatten spendende Pappelhaine und Weidenbäume.
Wunderschönes, inmitten eines Tals gelegenes Bauerndorf. Auf seiner Plaza Mayor befinden sich das Ratshaus und die Pfarrkirche Nuestra Señora la Antigua, die römischen Ursprungs ist, deren heutiges Aussehen jedoch aus dem 19. Jh. stammt.
"Valle de la leche" (Milchtal) aufgrund der zahlreichen Viehherden genannt, die die Heere der Katholischen Könige versorgten. In der Apsis der Iglesia de San Martín Obispo, die im Baustil der Romanik/Mudejar erbaut wurde, sind bedeutende Gemälde dieser frühen Zeitepoche sowie Grabtafeln erhalten. Das Christusbild stammt aus dem 16. Jh.
Der mitten in der Alcarria (flaches, grasarmes Hochland) gelegene Ort war Station auf der Römerstraße zwischen Titulcia und Complutum. Der Ortsname ist arabischen Ursprungs (Ar-Kanda) und bedeutet "Land des Wassers". Die Iglesia de San Juan Bautista (16. Jh.) wurde im Baustil von Herrera erbaut, in späteren Jahren wurden andere Stilelemente hinzugefügt, so das Renaissance-Retabel des Hauptaltars. Dehesa del Carrascal: Naturlehrpfad zwischen Zenn- und Steineichen, Weiden- und Pinienbäumen.
Alcalá de Henares, Brunete, Ciempozuelos, Guadarrama, Navalcarnero, Torrelaguna und Valdemoro.