Es wird eine Reise durch die am wenigsten bekannten und geheimnisvollsten Zonen der Region vorgeschlagen. Da die Route relativ lang ist, empfehlen wir in der Frühe zu starten oder sie in verschiedene Etappen aufzuteilen und das vielfältige Angebot an ländlichen Unterkünften dieser Zone zu nutzen. Vom mittleren Flussverlauf des Jarama, der Vega de Secano (unbewässertes Agrarland) geht es bergauf bis zu seinem Quell nahe dem Hayedo de Montejo. Wir werden auch einen der größten Stauseen der Region kennen lernen, der einzig und allein für die Trinkwasserversorgung der Umgebung angelegt wurde.
Wir schlagen Ihnen vor, die historischen Ortskerne zu besichtigen. Die Bewohner dieser Orte haben nicht nur ein bedeutendes Kulturerbe zu bewahren verstanden, sondern auch die typische Architektur der Gebirgsdörfer, ihre Folklore und Gastronomie auf der Grundlage von Ackerbau und Viehzucht erhalten. Hier werden Sie stets herzlich willkommen sein. Sie werden ein Gebiet kennen lernen, das bis vor wenigen Jahren völlig unbekannt war. Der Landtourismus hat jedoch die natürliche Landschaft und die kaum veränderten Orte zu nahen Zielen für den Fremdenverkehr gemacht und diese Gemeinden zu neuem Leben erweckt. Ein vielfältiges Angebot an Unterkünften auf dem Land bietet dem Reisenden die Möglichkeit, in jeder Jahreszeit einen unvergesslichen Aufenthalt zu verbringen, in Kontakt mit den Bewohnern zu treten, ihre Traditionen, Landschaften und Kulturgüter zu entdecken.
Von den Römern Mantua Carpetana genannt; von den Arabern mit einer Wehrmauer umgeben und von Alfons VI. wiedererobert (1083). Römische Brücke über das ehemalige Flussbett des Jarama, romanische Apsis (Ende des 12. Jh.) der Iglesia de San Juan Bautista und Mudejar-Apsis der Iglesia de los Milagros (13. Jh.) auf der Plaza Mayor.
War
Siedlung der Iberer, Römer und Westgoten; ebenfalls durch Alfons VI. (1085) von
den Arabern zurückerobert. Johann I. erteilte ihr den Titel "Villa Real". Große
Tore, edle Familienwappen und bedeutende Gebäude zeugen von ihrer grandiosen Vergangenheit.
Auf der Plaza Mayor steht der ehemalige "Pósito" (15. Jh.), in dem heute das Rathaus
untergebracht ist. Es wurde vom Kardinal Cisneros gegründet, der in diesem Ort geboren
wurde. Ein Kreuz auf dem Platz gibt den Standort seines Geburtshauses an. Iglesia
de Santa María Magdalena (15.-16. Jhs.), elegante und schlanke Kirche mit drei Kirchenschiffen,
herrliche Dekoration im isabellinischen Stil; das Barockretabel des Hauptaltars wird
Narciso Tomé zugeschrieben und das Bildnis des gekreuzigten Christus in der Capilla
del Evangelio ist ein Geschenk des Papstes Alexander VI. an die Katholischen Könige.
Die örtliche Tradition versichert, dass hier die Schutzheiligen von Madrid, Santa
María de la Cabeza und San Isidro el Labrador vermählt wurden.
Nach historischen Berichten könnte der Glockenturm der Iglesia de San Pedro (16. Jh.) in Vorzeiten als arabischer Wachturm gedient haben; der Kirchentempel besitzt eine Außengalerie und gotische Gemälde. Vor kurzem wurden ein Museo Agrícola (Agrarmuseum) und ein Centro de Artesanía (Kunsthandwerkerzentrum) eingeweiht.
Die Schönheit dieses Ortes, seiner Wohnhäuser und Gassen, die unter Verwendung von lokalem Schiefer gefertigt wurden sowie die Legenden um den guten Viehzüchter der Gemeinde, der als "El Rey" bekannt ist, haben dazu beigetragen, dass dieser malerische Flecken eines der am meisten besuchten Ausflugsziele der Region Madrid ist.
Mit seinen 426 hm3 Fassungsvermögen und dem 128 m hohem Staubecken ist er der größte Stausee der Region Madrid und der letzte, der den Flussverlauf des Lozoya regelt. Auf dem Weg nach El Berrueco steht einer der Wachtürme des von den Arabern während der Reconquista errichteten Verteidigungssystems des Jarama.
Der Ort erhielt im Jahr 1560 den Titel "Villazgo". Noch heute steht aus diesem Grund auf dem Marktplatz die Jahrhunderte alte "Picota" (Pranger). In der Pfarrkirche befindet sich das einzige Tauchtaufbecken, das noch in der Region Madrid erhalten ist.
Die Straßen, Plätze, Brunnen und die Pfarrkirche San Pedro, deren Gebäude im Renaissancestil mit spitzem Glockenturm errichtet wurde, während das Kircheninnere eine Täfelung im Mudejarstil und romanische Skulpturen bewahrt, rechtfertigen einen aufmerksamen und entspannten Spaziergang durch den Ort. Centro de Recursos de Montaña: ständige Ausstellung über das Gebiet; hier ist die Zugangserlaubnis für den Hayedo de Montejo zu beantragen.
Naturschutzgebiet.
Einer der südlichsten Buchenwälder Europas und einzigartig in der Region Madrid,
im oberen Flussgebiet des Jarama gelegen. Buchen, Eichen, Stechpalmen, Farne, Ginster,
Dachse, Nutrias, Wildkatzen, Sperber, Zwergadler und Smaragdeidechsen sind einige
Arten der in dieser einmaligen Landschaft beheimateten Tier- und Pflanzenwelt.
Um
zum Ort La Hiruela zu gelangen, müssen Sie nach El Cardoso in der Provinz Guadalajara
reisen. Aber setzen wir unsere Entdeckungsreise durch die Gebirgsdörfer von Madrid
fort.
Hier sollten Sie nicht versäumen, die Keramik- und Bildhauerwerkstätten des Ortes zu besuchen. Der Rückweg nach Montejo de la Sierra geht über den Puerto de la Hiruela. Um unterwegs die Schönheit der Landschaft zu genießen, sollten Sie die Fahrt in aller Ruhe unternehmen.
Unter dem Gipfel Porrilla (1.542 m) gelegen. Interessantes Plateresken-Retabel in der Pfarrkirche San Pedro in Cáteedra (15. Jh.).
Eine der kleinsten Gemeinden der Region Madrid. Es sind sehenswerte Zeugen der volkstümlichen Baukunst erhalten: eine aus Granit gefertigte Hufschmiede, ein Brunnen aus dem 17. Jh. und der kokette, spitz zulaufende Glockenturm der Iglesia de Santa Ana, der aus Quadersteinen erbaut wurde.
Zentrum
der Sierra Norte. Sein historischer Stadtkern mit Wehrmauer und Festung steht unter
Denkmalschutz. Seit der Römerzeit haben die verschiedenen Kulturen den Lozoya als
natürlichen Festungsgraben genutzt, um ihre Verteidigungslinien zu errichten. War
arabische Festung, die von Alfons VI. (1065-1109) zurückerobert wurde; im Jahr 1380
gründet Pedro González de Mendoza das Rittergut "Mayorazgo de Buitrago", das unter
Johann I. den Titel einer Grafschaft erhält; später geht es an Don Iñigo López
de Mendoza, erster Marquis de Santillana und Dichter des 15. Jh. über. Die Iglesia
de Santa María del Castillo (15.-16. Jh.) wurde während des Spanischen Bürgerkrieges
zerstört; bei ihrer Restaurierung wurde eine herrliche Mudejar-Täfelung über dem
Hauptaltar angebracht, die aus dem nicht mehr vorhandenen "Hospitalillo" stammt.
Museo Pablo Picasso: Sammlung persönlicher Erinnerungsstücke von Eugenio Arias,
den während des französischen Exils eine enge Freundschaft mit dem Maler aus Málaga
verband. Bücher, private Fotografien, signierte Lithografien, Keramikteller und
die einzig bekannte Pyrografie des Malers sind neue Elemente, die es ermöglichen,
etwas mehr über sein Leben und Werk zu erfahren.
Unter dem Pico de la Miel (1.391 m) gelegen. Centro Turístico de la Sierra Norte "Villa de San Roque": Umweltmuseum und Botanischer Garten, ein Muss für alle diejenigen, die mehr über die Geschichte und Eigenarten der Sierra Norte lernen möchten. Convento de San Antonio (11. Jh.): Das Kloster war eine der ersten Benediktinerabteien der Cluniazensische Reform auf der Iberischen Halbinsel. Heutzutage von Franziskanermönchen geleitet. Aufgrund seiner Lage sowie seinem historischen und künstlerischen Wert ist es einen Besuch wert.