Tajo, Tajuña und Jarama durchfließen auf ihrem südlichen Verlauf seit Jahrtausenden die Region Madrid, sind ein Teil des Landes und des Lebens der Menschen, die an den Flussufern ansässig sind.
Diese Route lädt den Reisenden ein, nicht nur die berühmte Königliche Residenz Aranjuez, sondern auch die übrigen Ländereien der Flussebenen kennen zu lernen; eine Gegend mit zahlreichen Farbtönen und Nuancen, die den Ausflug in eine unvergessliche Erfahrung verwandeln, die Appetit auf Mehr macht und von der Sie noch lange berichten werden.
Auf unserer Route kommen wir durch die vom Tajuña bei seinem Lauf von Ambite bis zu seiner Mündung in den Jarama durchflossenen Ortschaften. Von Titulcia geht es am Flussufer entlang bis Aranjuez. Und von dieser Königlichen Residenz aus, gelangen wir den Tajo flussaufwärts bis zu der Stelle, wo dieser Fluss in unsere Region Einzug hält.
Feuchtgebiete, Kalkberge und Naturschutzgebiete verlangen vom Reisenden passende Bekleidung und Ausrüstung. Die detaillierte Beobachtung des Uferbereichs dieser Flüsse bietet Ihnen die Möglichkeit, andere Aspekte der Region kennen zu lernen.
Eine alternative Reiseroute führt auf dem ehemaligen Gleisbett der früheren Bahnlinie des Ferrocarril del Tajuña entlang. Die Ausschilderung und Ausgestaltung für Radfahrer am Flussufer entlang macht sie zu einer interessanten und gesunden Form der Annäherung an diese Gegend der Region Madrid.
Iglesia de la Asunción (18. Jh.): Barockkirche mit toskanischem Portal. Palast der Marquise de Legarda (17. Jh.); ganz in der Nähe steht die Encina de Ambite, es wird berichtet, dass diese Steineiche über tausend Jahre alt ist. Fragen Sie nach der Legende des Cruz de Ambite. Die hier angebauten Bohnen sind zu Berühmtheit gelangt.
Pappeln, Tamarisken und Weiden begleiten uns auf unserer Reise. Bevor Sie den Ort erreichen, gelangen Sie zur Ermita de Bellaescusa. Dem Feigenbaum mit Blättern des Maulbeer- und Brotfruchtbaums werden heilende Eigenschaften zugeschrieben. Am Flussufer wurden Walkmühlen für Baumwolle, Wolle und Tuch betrieben. Iglesia de San Juan Evangelista (17. Jh.).
Heilwasserquellen. Durch den Ort führte die Römerstraße, die Mérida mit Tarragona verband. Iglesia de la Asunción (16. Jh.). Wohnsitz des Virrey de Indias (17. Jh.). Die zahlreichen Mühlen am Flussufer wurden in den sechziger Jahren zu Wasserkraftwerken umgebaut.
Hier wurden die Märtyrerkinder Justo und Pastor geboren, die von den Römer im Jahr 306 in Alcalá de Henares hingerichtet wurden; ihnen zu Ehren wurde die Barockkirche des Ortes (18. Jh.) errichtet. Bewohnte Höhlenwohnungen. Mittelalterliche Brücke über den Tajuña.
Aufgrund
ihres Wasserreichtums eine der fruchtbarsten Ortschaften der Flussaue. Bis Mitte
des 20. Jh. fuhr die aus dem 19. Jh. stammende Eisenbahn am Flussufer entlang und
versorgte die Hauptstadt mit den besten Früchten des Obst- und Gemüselandes. Herrlicher
Ausblick von der Iglesia de Santa María del Castillo (17. Jh.), die zu Zeiten des
Kardinals Cisneros eine Festung war. Rathaus aus der Regierungszeit Karl III. Risco
de las Cuevas: in Kalksteinfelsen gehauene Grotten, die den Menschen der Urzeit Schutz
gaben und in die sich die Keltiberer vor den römischen Angriffen zurückzogen. Isla
de Taray: große Vielfalt an Flora und Fauna.
Von den Römern Licinia genannt. Die Araber verbesserten das örtliche Bewässerungssystem. Im Jahr 1580 gewährte Philipp II. dem Ort das Stadtrecht und die Unabhängigkeit vom Erzbistum Toledo. Heute ein bedeutendes Industriezentrum. Renaissancekirche Iglesia de la Concepción (16. Jh.).
"La
cinco veces destruida" (Die fünf Mal zerstörte Stadt). Cerro de Venus: beeindruckende
Aussicht auf die Flussauen und die Kalkfelsen des Jarama, Ciempozuelos und San Martín
de la Vega. "Titulcia" bedeutet "der Weg", da es sich um eine bedeutende Siedlung
auf dem Heeresweg zwischen Emérita Augusta (heute Mérida) und César Augusta (heute
Zaragoza) handelte; es sind Reste der ehemals zu einer Römerstraße gehörenden
Brücke vorhanden. Iglesia de la Magdalena (16. Jh.): gotische Kirche mit Renaissanceportal,
bewahrt ein Gemälde des Sohnes von El Greco. Die Cueva de la Luna und Ermita de
la Soledad sind mit Kardinal Cisneros verbunden.
Römerstadt, wurde durch mehr als hundert Brunnen mit Wasser versorgt. War arabische Besiedlung (744), die 1085 durch Alfons VI. zurückerobert wurde. Geschäftige Plaza Mayor mit Arkaden. Iglesia de la Magdalena (14.-18. Jh.) besitzt Gemälde, die Claudia Coello zugeschrieben werden. La Fonda: Sammlung von landwirtschaftlichen Gegenständen. Das Gemeindegebiet ist in das Naturschutzgebiet Parque Regional del Sureste integriert.
Zur
Kulturlandschaft des Weltkulturerbes erklärt. Königsschloss und fruchtbares Tal
am Zusammenfluss von Tajo und Jarama. Idyllischer Ort, der seit den Zeiten der Katholischen
Könige der Erholung der spanischen Herrscher diente. Die nahe dem Schloss gelegenen
Gärten "Jardines de la Isla" und "Jardines del Príncipe" wurden unter Einbeziehung
des Tajo konzipiert. Cortijo de San Isidro: eine der ersten Schulen für Landwirtschaft
und Viehzucht des Landes, während der Regierungszeit von Carlos III. gegründet.
Mar de Ontígola (610 ha): zwischen 1565 und 1572 errichteter Stausee, einer der
ältesten der Welt; gekennzeichneter Naturlehrpfad.
El Regajal: eines der bedeutendsten Schmetterlingsreservate Europas. Carrizal de Villamejor: Feuchtgebiet, zum Vogelschutzgebiet erklärt. Der hier angebaute Spargel und die Erdbeeren sind von hervorragender Qualität. Ein gemächlicher Spaziergang an den Uferterrassen und der Uferlandschaft des Tajo entlang, wird in jeder Jahreszeit zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Fruchtbare
Flussaue, die ausgedehnten Weizenfelder, Wein- und Olivenpflanzungen beherrschen
die Landschaft. War römische Siedlung (220 v.C.), von den Arabern durch Alfons VII.
(1139) zurückerobert. Die Kalksteinbrüche der Gemeinde lieferten das Baumaterial
für die Königsschlösser von Madrid und Aranjuez, die Almudena-Kathedrale und das
Teatro Real. Plaza Mayor (1676-1794): mit Arkaden, über einem riesigen Steintunnel,
dem Arco de Zacatín erbaut. Jardines de Zacatín: malerischer Platz mit Viehtränke.
Ermita del Cristo del Humilladero (16.-18. Jh.): Blick auf die Landwirtschafts- und
Viehzuchtbetriebe der Flussaue. Iglesia de Santa María (13.-17. Jh), der Turm wird
Juan de Herrera zugeschrieben. Monasterio de la Encarnación (1536). Museo "Ulpiano
Checa" (1860-1916). Sie sollten unbedingt die köstlichen und jungen Weine "Vinos
de Madre" mit "Patatas Chulas" oder "Carne al Desarreglo" probieren.
Stadtrecht
seit 1474. Bietet interessante Routen am Tajo entlang. 1) Bis Salinas de Carcaballana:
nach der von Mendizábal veranlassten Säkularisierung verlassenes Kloster; Quelle,
an der Natronsulfat gewonnen wurde; 2) Bis zum Azud de Valdajos: von Karl V. (1530)
konstruierte Stauschleuse, eine der ältesten der Region; 3) Den Canal de Estremera
entlang bis Fuentidueña: Centro de la Naturaleza. hier können Sie die Gipsfelsen
des Tajo erkunden; 4) Ortschaft Buenamesón: Kirche (16. Jh.).
Cerro del Castillo: hervorragende Aussicht auf die Flussaue. Castillo: Die Burg war von großer Bedeutung während der Reconquista zur Zeit der Herrschaft von Alfons VII. (13. Jh.); wurde von Alfons VIII. und Alfons X. bewohnt; Sitz des Königreichs von Doña Urraca (1109-1126); im 19. Jh. durch die französischen Truppen zerstört. Iglesia de San Andrés Apóstol (17. Jh.). Am zweiten Samstag im September wird die Virgen de la Alarilla in einer nächtlichen Prozession in einem Boot zum Flussufer hinab getragen und von jugendlichen Fackelträgern begleitet.
Rathaus (16. Jh.). Iglesia de Nuestra Señora de los Remedios (16. Jh.): romanische Holzschnitzfigur des Cristo de Casasola, Platereskenretabel und Orgel aus dem Jahr 1716. Ermita del Cementerio (Friedhofskapelle): Werk von Juan de Herrera, in die Erde eingelassen.
Gemeinde, die etwas abseits des Flusses liegt. Iglesia de la Asunción (18. Jh.): es sind das romanische Zentralportal und ein Platereskenfenster am Turm erhalten, in der Kirche steht die älteste Orgel der Region Madrid. Große Wiese mit Eichen- und Steineichenbeständen.
Belmonte de Tajo, Chinchón, San Martín de la Vega, Valdaracete, Valdilecha, Villaconejos, Villar del Olmo und Villarejo de Salvanés.